Podcast 42 Folge 16: Was haben ein Alphabetisierungskurs in der vhs und die Bandarbeit für Jugendliche gemeinsam?
Shownotes
Die vhs Frechen bietet einen Kurs für Erwachsene an, die Lesen und Schreiben lernen wollen. Die Musikschule macht Bandarbeit für Kinder und Jugendliche. Ob beide Angebote was gemein haben?
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00:00:01: Willkommen bei Podcasts zweiundvierzig.
00:00:04: Frechen fragt, die zweiund vierzig antwortet!
00:00:07: Die zweiund vierzig?
00:00:08: Das ist die Abteilung kulturelle Einrichtungen der Stadtfrechen – die Volkshochschule,
00:00:13: die Musikschule
00:00:14: ,die Stadtbücherrei und das Stadtarchiv.
00:00:17: Unser Podcast greift
00:00:18: eure Fragen
00:00:19: auf und liefert Antworten von Bildung und Musik über Bücher bis hin zur
00:00:25: Stadtgeschichte.
00:00:26: Wir decken alles ab Und wer weiß vielleicht ist die Antwort sogar.
00:00:34: Herzlich willkommen bei der sechzehnten Folge bereits des Podcasts zweiundvierzig.
00:00:40: Mein Name ist Philipp Dedewey Der Haas, ich bin Abteilungsleiter der kulturellen Einrichtungen der Stadt Frechen und auch der Leiter der Volksschulschule Frechen.
00:00:49: In dieser Folge haben wir zwei Beiträge allerdings nur eine Frage die wir beantworten wollen Was haben denn Lesen und Schreibenlernen für Erwachsene in der Volksschulschule mit der Bandarbeit für Kinder- und Jugendliche in einer Musikschule gemeinsam?
00:01:08: So viel vorweg.
00:01:10: Beide brauchen Zeit und Geduld!
00:01:12: Fangen wir mal bei der Musikschulle an.
00:01:15: Bernd Cullénia, der Leiter der MusikSchule-Fächen stellt ihnen seinen besonderen Gast vor.
00:01:24: Ja herzlich willkommen.
00:01:26: heute habe ich einen besonderen Gast bei mir der Stellvertreter, der Musikschule der Stadt Frechen und auch der Leiter für die Rockpop-Abteilung Nils Moog.
00:01:38: Herzlich willkommen Nils!
00:01:40: Ja vielen lieben Dank.
00:01:41: ich freue mich hier zu sein.
00:01:42: Nils meine erste Frage an dich.
00:01:46: Du bist ja für den Rockpop Bereich zuständig.
00:01:49: was prägt eigentlich deine tägliche Arbeit wenn du damit zu tun hast?
00:01:54: Und was sind so die besonderen Herausforderungen?
00:01:58: Die besonderen Herausforderungen sind unter anderem die Band-Einteilungen.
00:02:02: Diese nehmen wir dann in Konferenzen vor, da wird dann geschaut wie sind die Bands aufgestellt?
00:02:07: Welche Kinder oder welche Jugendlichen können wir noch in die einsten Bands einteilen?
00:02:12: Genau und dann gibt es zusätzlich natürlich Konzertvorbereitungen.
00:02:16: jetzt das Anstehende am siebzehnten vierten der nächste Rock im Keller.
00:02:20: Da kommen wir gleich noch drauf zu sprechen auf den nächsten großen Termin.
00:02:27: Was mich noch interessieren würde, mit dem Band einteilen.
00:02:31: Gibt es Fächer wo es besonders viele Interessenten gibt und hat man vielleicht mal so ein bisschen geknubbelt also zu viele von diesem einfachen Band?
00:02:42: Im Moment ist es tatsächlich so dass wir recht viele Schlagzeuger haben sodass wir in einigen Bands dann doppelt besetzt sind Genau, aber das wird eigentlich ganz gut gelöst.
00:02:52: Dann spielen die Kinder, wenn sie nicht am Schlagzeug sitzen halt per Krascheninstrumente.
00:02:59: Gitaristen gibt es ja in der Musikschule auch recht viele?
00:03:02: Wie ist da die Situation?
00:03:04: Zur Zeit gut!
00:03:07: Natürlich wünsche ich mir dass wir noch mehr E-Gitaristen haben allein weil ich selber E-guitarist bin... Vor allen Dingen aber bräuchten während E-Bassisten.
00:03:17: Also Bassisten sind ganz, ganz wichtig...
00:03:19: Ah!
00:03:19: Die Basser?
00:03:20: Die Baster
00:03:20: sind ganz wichtig genau und Keyboarder wären klasse wenn wir da auch einfach mehr Leute zu uns reinholen könnten in die Bands.
00:03:30: Genau
00:03:31: Das fehlt glaube ich auch noch ein bisschen.
00:03:32: Gesang ist auch mal ein Thema.
00:03:34: Ja
00:03:34: es ist tatsächlich ein Thema.
00:03:35: Es ist manchmal auch abhängig davon in welchem Alterssegment die Band sind.
00:03:40: Genau, und das ist gerade jetzt bei der neuen Band die ich gestartet habe.
00:03:44: Da sind die Kinder zwischen neun und zwölf Jahren.
00:03:47: da müssen wir tatsächlich noch suchen.
00:03:50: Wir haben ja unser Rock'n Pop Festival im nächsten Jahr geplant.
00:03:54: Im Vorfeld haben wir hier so ein Vocal Workshop mit den ja sagen wir dass ja offen für alle frechner Talente oder auch überregional.
00:04:04: jeder kann sich da anmelden.
00:04:06: denkst du da könnte sich der eine andere auch mal in die Musikschule verlaufen Bäänte einsteigen.
00:04:12: Ich hoffe ganz schwer, also die Talente, die wir in den letzten Jahren hatten, die waren schon richtig, richtig klasse!
00:04:17: Also da wäre es natürlich toll wenn sie auch einfach die Möglichkeit hätten das nicht nur einmal zu machen sondern einfach auch regelmäßig ne?
00:04:24: Wir schaffen's immer wieder wenigstens zwei Auftritte im Jahr hier rockenkeller mäßig zu machen und werden aber auch immer wieder mal angefragt von Vereinen oder ähnlichem ob wir keine bähne haben die spielen können.
00:04:36: exakt genau Das wäre schon klasse, also ich kann da wirklich nur jeden zu ermutigen mitzumachen und einzusteigen.
00:04:47: So was mich noch interessieren würde wäre wie ist das eigentlich mit den verschiedenen Musikstilen?
00:04:53: Wir haben ja gerade kurz das mit dem Jazz angesprochen aber ich kann mir gut vorstellen dass die Kids dann in die Band kommen und sagen ah ich will Metallica und der Nächste sagt oh nee ich will lieber Schmuse Rock oder Hip Hop oder oder was auch immer.
00:05:08: Wie begegnest du dem?
00:05:09: Haben wir da irgendwie so ein Konzept oder?
00:05:13: Es ist schon so, dass es eine kunterbunte Michu mitunter ist.
00:05:17: Wir haben jetzt gerade aber tatsächlich was ziemlich Interessantes noch vor.
00:05:20: Das ist ein Fragebogen der Rockabteilung und über den wollen wir gezielt bei bestimmten Instrumenten zum einen natürlich für uns werben das die Kinder bei uns mitspielen.
00:05:30: Aber vor allen Dingen möchten wir auch gerne mitbekommen Was ist mir überhaupt angesagt?
00:05:33: Was wollen die Kinder tatsächlich hören und spielen?
00:05:36: Da haben wir z.B.. verschiedene Musikstile aufgeführt und ich habe mich dann kundig gemacht.
00:05:42: Also
00:05:42: eine richtige Umfrage?
00:05:43: Genau, das ist ne richtige Umfragung.
00:05:45: Und die geht dann über die Lehrer.
00:05:47: oder wie wird das verteilt?
00:05:48: Genau es geht über die Lehre.
00:05:49: Das soll also auch im Unterricht kurz ausgefüllt werden.
00:05:52: Es ist jetzt keine Wahnsinnsveranstaltung.
00:05:57: Die Lehrer sollen dann auch teilweise ihre eigenen Vorschläge noch mit einbringen.
00:06:01: Genau für die verschiedenen Stile habe Bei Spotify zum Beispiel, kundgetan hab dann auch echt wieder einige Leute gefunden die überhaupt nicht kannte.
00:06:12: Also für mich auch wieder interessant.
00:06:14: Guck dir mal neue
00:06:14: Schlachen!
00:06:17: Aber ich seh ja auch hier sind so auch die Evergreens.
00:06:21: Beatles Pink Floyd Eminem Apache Rihanna Beyonce Ja klar das ist immer diese Pop-RMB Geschichten.
00:06:30: Coldplay ist ja dann unter Ed Sheeran ist natürlich für uns Gitaristen immer cool Das mögen wir Das ist ganz schön viel und bin mal auch sehr gespannt, was die Kids so kennen.
00:06:58: Und wie die das dann so einordnen und was sie eigentlich auch letztlich möchten.
00:07:03: Also das Thema Partizipation, dass man Beteiligung von Schülern hat bei den Inhalten auch ein Stück weit?
00:07:10: Genau!
00:07:11: Wir möchten natürlich Leute zu uns ziehen und dementsprechend auch etwas anbieten und uns vor allen Dingen noch mal ganz klar wenig ins Gedächtnis rufen, dass die Rockabteilung da ist weil ich glaube es ist gar nicht unbedingt bei allen Schüleren angekommen.
00:07:28: Also wir haben ganz viele Gitaristen, das waren ganz viele Pianisten und Keyboarder.
00:07:33: Und tatsächlich sind schon viele die auch an den Bands spielen.
00:07:37: und gut wir haben natürlich nicht beliebig Kapazitäten muss ich als Schulleitant welche auch immer sagen der können nicht beliebig viele Stunden dafür opfern.
00:07:45: aber klar also Bands, dass sie gut gefüllt sind und auch vielfältig gefüllt ist.
00:07:52: Also ich weiß nicht, wir hatten eine Zeit lang auch Bläsersätze in den Rockband also so Funkbläser und das ist natürlich besonders cool oder mehr Stimmigesang.
00:08:01: da kann man auch nicht nur einer Sängerin rein in so ne Band dann können auch mehrere rein und das klingt natürlich direkt sehr professionell.
00:08:08: Super, vielen Dank für den kleinen Einblick.
00:08:11: Ich hoffe so, danke!
00:08:12: Wir
00:08:13: sehen uns spätestens wieder am siebzehnten
00:08:17: vierten Beginn oder einlass achtzehn Uhr.
00:08:20: Beginn ist wahrscheinlich achtzehntunddreißig.
00:08:21: Wir versuchen wirklich alle Bands die wir haben da unterzukriegen und es gibt ein bisschen was zu trinken.
00:08:26: also es wird sehr nett
00:08:28: wie immer genau.
00:08:29: Wir hoffen wir können Sie begrüßen und bis bald.
00:08:42: Wie heißt das so schön?
00:08:43: Gut Ding muss lange Weile haben Aber bei der Bandarbeit in der Musikschule kommt auf jeden Fall gutding dabei raus.
00:08:50: Überzeugen Sie sich gerne selbst, bei Rock im Keller am siebzehnten April um achtzehn Uhr!
00:08:57: Der Eintritt ist frei.
00:09:00: Beim Alphabetisierungskurs an der Volksschulschule Frechen ist auch Geduld und Fleiß gefragt – nicht nur bei den Teilnehmenden, aber auch bei der Kursleitung.
00:09:10: Ich habe unsere langjährige Kurseleiterin in der Alphabetisierung Monika Grolyak interviewt.
00:09:18: Ja, also ich bin seit circa vier Jahren hier an der Volkshochschule Frechen und ich bin in Frechen geboren.
00:09:30: Meine Eltern waren allerdings Flüchtlinge aus Pormann und aus Ostpreußen aber ich bin hier geboren.
00:09:40: Wie sind sie eigentlich zur Alphabetisierungsarbeit gekommen?
00:09:45: Damals hat Frau Hofzimmer den Kurs geführt und ich war dann auch jede Woche zweimal da.
00:09:53: Dann war es so, Frau HofZimmer hörte auf und es wurde eine Nachfolgerin gesucht und Frau Lags hat sich schon sehr bemüht.
00:10:03: Und dann kam wir auf die Idee, warum soll ich das nicht eigentlich machen?
00:10:08: Denn ich bin ausgebildete Lehrerin für Lernbehinderte und für Sprachbehindert.
00:10:15: Ich habe auch beide Abschlüsse, habe auch eine Referendarzeit abgeschlossen.
00:10:22: Ja, ich hatte eine Praxis für Sprachtherapie- und Luropedi.
00:10:27: Und ich hab irgendwann meine Praxis veräußert Und mein Team wurde übernommen und habe ich mal erst Freizeit gemacht, hab ein bisschen Europa kennengelernt.
00:10:43: Als ich das dann anbot, dachte ich ja, warum nicht?
00:10:48: Mir macht das sehr viel Freude!
00:10:49: Können Sie sich noch an Ihren allerersten Kurs in der Volksschulschule erinnern?
00:10:53: Ja... Es war so, dass ich mich direkt wohlgefühlt habe.
00:10:58: Das kann ich anders beschreiben.
00:11:01: Ich sage jetzt mal die Teilnehmenden waren mir alle ja schon geläufig auch durch meine Praxis und ich hatte keine großen Anlaufschwierigkeiten.
00:11:13: also ich hab mich sehr schnell eingefunden.
00:11:16: Wer sind denn die Menschen, die zu ihnen in den Kurs kommen?
00:11:19: Es sind sehr einfach strukturierte Menschen Es sind sogar sehr beeinträchtigte
00:11:25: Menschen,
00:11:27: aber diese Menschen arbeiten.
00:11:30: Sie sind berufstätig oder haben eine andere Aufgabe, dass sie jemanden begleiten.
00:11:37: Das finde ich auch sehr positiv denn ich denke mal das Arbeitsleben ist für jeden auch wichtig damit auch Struktur im Alltag ist.
00:11:46: und ja also ich habe hier jemanden der kann kaum silben verbinden.
00:11:54: Also wie soll man sagen, in irritiert dass man ihm versucht beizubringen also beigebracht hat das alphabet mit b d c und so weiter immer mit dem e dran und das irritiert ihn sehr und ich mache das jetzt ohne diese vocale dazu sondern ich sage dann und so weiter.
00:12:23: Und das ist dann einfacher,
00:12:25: ne?
00:12:25: Mit welchen Erwartungen oder mit welchen Ängsten kommen die Leute in den Kurs?
00:12:31: Viele Leute hatten sehr große Ängste und sehr viel Scham.
00:12:36: Denn es ist nicht schön ohne Lesen und Treiben überhaupt oder die Urden nicht zu kennen
00:12:42: usw.,
00:12:45: also man ist ja immer dazu geneigt sich zu verstellen.
00:12:50: dass nicht jedem sofort sagen.
00:12:53: Und deswegen haben die sehr, sehr große Bedenken erst mal gehabt, waren sehr vorsichtig.
00:13:00: aber ich habe ihnen mein Du angeboten Ich nehme keinen Rotstift und wie gesagt ich sage auch den Teilnehmenden Sie sollen mal schauen wie viel sie schon können und was sie nicht können.
00:13:15: Was bedeutet dann Erfolg in einem Alphabetisierungskurs?
00:13:20: sehr kleine Schritte mit sehr viel Geduld.
00:13:23: Also man darf da nicht die Erwartungen zu hochstellen, natürlich sind ja einige, die schon recht gut sind, die auch schon rechtgut lesen können aber ganz einfache Wörter und Texte und Erfolg ist für mich wenn auch die Teilnehmenden den Sinn von einem von dem, was sie lesen verstehen.
00:13:51: Weil Sie manchmal natürlich die Laute ganz anders betonen und dann gar nicht verstehen, was Sie da eigentlich lesen.
00:13:58: Weil sie halt die Lautes zusammenziehen.
00:14:02: Gibt es so typische Ah-Momente im Unterricht oder bei den Teilnehmenden?
00:14:07: Ja!
00:14:08: Die gibt es schon.
00:14:09: wenn ein Teilnehmer oder Teilnehmerinnen, also auch erkennt was da gelesen wird und das versteht.
00:14:20: Oder wenn auch etwas richtig geschrieben wird, wenn es manchmal nur ein Wort ist dann sind hier Erfolgserlebnisse da.
00:14:29: Aber das ist noch sehr schwierig bei einigen zum Beispiel mal einen Diktat oder so.
00:14:35: Da sind schon noch einige Schwierigkeiten.
00:14:38: Ich habe eine extrem heterogene Gruppe und muss natürlich immer schauen, dass ich da jedem gerecht werde.
00:14:48: Und das versuche ich
00:14:49: auch!
00:14:51: Wie viele Teilen haben Sie gerade im Kurs?
00:14:54: zurzeit sind zehn Teilnehmende.
00:14:57: Dazu muss ich sagen, dass viele also in pflegerischen Hilfsberufen sind und einige müssen Schicht arbeiten so das sie nicht jede Woche kommen können wenn die zum Beispiel zweite Schicht haben.
00:15:10: oder ich habe auch eine Teilnehmende die sehr viel Nachtschicht machen muss.
00:15:15: und dann ist es muss man einfach
00:15:18: Verständnis
00:15:18: aufbringen.
00:15:22: Wie gehen Sie mit Rückschlägen oder mit Frustation von den Teilnehmenden um?
00:15:28: Ich ermutige sie.
00:15:29: Ich sage einfach, bleibt am Ball versucht viel zu lesen und zu erlesen.
00:15:37: Sie können ins Geschäft gehen, da steht alles.
00:15:41: Weil es ist so
00:15:43: wenn
00:15:44: hier das Semester-Trende ist Dann ist es sehr schwierig, weil dann einige doch zurückfallen.
00:15:54: Das merke ich wenn das neue Semester beginnt.
00:15:58: Also ich gebe Ihnen dann aber Hausaufgaben und ich sage die Arbeitsplätze, die Ihr bekommen dazu könnt ihr in den Ferien immer nacharbeiten und immer wieder wiederholen und versucht möglichst viel auch zu erfahren Nachrichten zu hören usw.. Und ja, ich versuche schon also dass sie auch lernen mit Frust umzugehen.
00:16:25: Das ist ja auch ein ganz wichtiger Punkt.
00:16:27: das Leben ist so, dass man auch mal gefrustert ist und Sie haben ja schon viel Frusterfahrung.
00:16:35: Wie bauen Sie denn Vertrauen zu den Teilnehmenden auf?
00:16:39: Denn ihnen müssen sie ja auch zugestehen, dass sie Probleme haben beim Lesen oder beim Schreiben oder bei beiden.
00:16:47: da ist es so dass ich versuche, eine möglichst eine Ebene zu halten.
00:16:55: Ich gebe auch manchmal Beispiele was mir selber passiert und so weiter.
00:17:01: das versuche ich auch meinen Teilnehmenden mitzugeben.
00:17:07: ruhig dazustehen, dass sie selbst Vertrauen aufbauen und dass sie sagen ich kann so viel aber lesen und schreiben.
00:17:16: Ich bemühe mich jetzt, ich komme und damit versuche es sich zu ermutigen
00:17:23: Einmal kurz weg von den konkreten Teilnehmenden.
00:17:27: Wie hat sich denn die Alphabetisierungsarbeit in letzter Zeit geändert?
00:17:31: Gibt es da neue Herausforderungen im Vergleich zuvor zehn oder zwanzig Jahren?
00:17:38: Ja natürlich, also man muss immer bedenken heute ist das ja gefragt als noch vorher.
00:17:47: Da konnte man noch vieles kaschieren aber jetzt wird es immer schwieriger.
00:17:53: Meine Teilnehmenden haben alle ein Smartphone, aber sie können sehr wenig damit ausrichten und da arbeiten wir mit dran.
00:18:04: Aber das geht wirklich nur in ganz kleinen Schritten weil da gehört ja viel.
00:18:10: Sie müssen bedenken bei den meisten die haben visuelle akustische Störungen
00:18:20: Merkspannstörungen,
00:18:21: Konzentrationsstörung und so weiter.
00:18:24: Und da muss man vieles berücksichtigen.
00:18:27: Gibt es ein spezifisches oder etwas was Sie vielleicht mitgeben wollen?
00:18:32: Die Leute die jetzt das Podcast hören sind ja nicht unbedingt diejenigen die ganz genau wissen was Alphabetisierung, Alphabetisierungskurse usw.
00:18:42: Was würden sie denen so eine Botschaft, die Sie unseren Zuhörenden eigentlich mit geben wollen?
00:18:49: Ja, also ich denke mal bewusst machen muss man sich.
00:18:54: Wir haben ja hier eine Schulpflicht eigentlich auch schon die Kindergartenpflicht dass diese Teilnehmenden ja viele Jahre schon versucht haben alles auch gut zu lernen.
00:19:09: Natürlich muss man bedenken, in welchen Familien sind diese Teilnehmenden aufgewachsen?
00:19:16: Welche Chancen hatten sie?
00:19:21: Wie ist das Elternhaus?
00:19:22: und ganz wichtig ist dass man diesen Kreislauf, diesen Teufelskreis, denn ich habe einen Teilnehrenden da ist die Mutter Die hat das gleiche Schicksal, die kann nicht lesen und schreiben.
00:19:40: Ja, das ist natürlich sehr wichtig.
00:19:44: Dass man halt all diese Dinge berücksichtigt.
00:19:48: Wichtig finde ich dass hier die teilnehmenden zwei zum Beispiel die Arbeiten in einer Werkstatt, die bekommen sechzig Euro im Monat, dass dieser Kurs kostenfrei ist und das müsste man wirklich forcieren man da Möglichkeiten sieht, denen wirklich möglichst viele Hilfsmittel und alles Mögliche anzubieten.
00:20:11: Natürlich wäre es auch gut wenn unsere Gesellschaft so wäre sich so weiterentwickelt, es wird ja schon viel unternommen, dass diese Beeinträchtigten nicht so isoliert werden.
00:20:24: Dass man sie wirklich inklusiv behandelt und die Chancen haben.
00:20:30: Da würde ich mir auch noch wünschen, dass unsere Gesellschaft mehr auf diese Menschen zugeht sich nicht abwendet oder ja fremdelt.
00:20:43: Aber die können auch nicht dafür, falls es halt nicht gewohnt sind und da müsste man noch viel mehr
00:20:49: tun.
00:20:49: Dankeschön!
00:20:50: Danke schön Frau Krulliak.
00:20:52: das war sehr lehrreich und auch sehr spannend das alles zu hören.
00:20:56: vielen herzlichen dank.
00:20:58: ich danke Ihnen.
00:21:05: Falls Sie liebe Zuhörerinnen oder Zuhörer selbst Probleme haben mit Lesen und Schreiben Oder Sie kennen jemanden, der diese Probleme hat?
00:21:14: Dann wenden sie sich gerne vertrauensvoll an die Volksschulschule frechen.
00:21:24: So das war sie, die sechzehnte Folge des Podcasts zweiundvierzig!
00:21:28: Ich würde mich freuen wenn Sie auch beim nächsten Podcast wieder dabei sind.
00:21:33: aus dem Podcaststudio Grüßen ganz herzlich Bernd Kolenia für die Technik und meine Wenigkeit fliegt der Döveradir Has.
00:21:41: Auf Wiederhören.
00:21:46: TAS-IVII wurde gefördert vom Ministerium für Kultur
00:21:50: und Wissenschaft
00:21:51: NRW mit Mitteln aus dem Innovationsfonds des Weiterbildungsgesetzes.
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