Podcast 42 - Folge 20: Eine besondere Talkshow
Shownotes
Wie ging es jungen Menschen in Frechen, als im Jahr 1945 der Zweite Weltkrieg zu Ende ging?
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00:00:02: Willkommen bei Podcasts zweiundvierzig.
00:00:04: Frechen fragt,
00:00:05: die zweiund vierzig antwortet!
00:00:07: Die zweiund vierzig?
00:00:08: Das ist die Abteilung kulturelle Einrichtungen der Stadtfrechen –
00:00:12: die Volkshochschule, die Musikschule ,die Stadtbücherrei
00:00:15: und das Stadtarchiv.
00:00:17: Unser Podcast greift eure Fragen auf und liefert Antworten von Bildung und Musik über Bücher
00:00:24: bis hin zur
00:00:25: Stadtgeschichte.
00:00:26: Wir decken alles
00:00:27: an Und wer weiß Vielleicht ist die
00:00:30: Antwort sogar,
00:00:31: zweiundvierzig.
00:00:36: Wie ging es eigentlich jungen Menschen in Frechen als im Jahr nineteenhundertviertzig der Zweite Weltkrieg zu Ende ging?
00:00:44: Das wollte der EF Geschichtskurs vier des frechender Gymnasiums bei einer Recherche im Stadtarchiv herausfinden.
00:00:51: Dafür tauchten die SchülerInnen tief in historische Originalquellen ab und werteten Tagebücher Feldpostbriefe und Schulchroniken aus.
00:01:00: Daraus entstanden ist ein spannendes und einzigartiges Projekt.
00:01:04: Eine fiktive Talkshow, in der die historischen Personen aus den Originalquellen lebendig werden und uns von ihren Erfahrungen berichten.
00:01:13: Eine Schülerin übernimmt dabei die Rolle der Moderatorin – für weitere Schülerinnen nehmen jeweils die Rolle einer historischen Person ein.
00:01:21: In dieser Sonderfolge von Podcasts zweiundvierzig ist diese besondere Talkshow in voller Länge zu hören!
00:01:27: Sie trägt den Titel Keine Likes, kein Streaming – aber jede Menge Verantwortung.
00:01:33: Wie junge Menschen entfrechen zwischen Herbst, und Sommer, erwachsen werden mussten.
00:02:01: Guten Tag und herzlich willkommen zu unserer heutigen Talkshow!
00:02:04: Bevor wir beginnen möchte ich etwas Wichtiges erklären.
00:02:08: Die Menschen die heute hier mit uns sprechen leben nicht mehr.
00:02:12: Diese Talkshow ist ein Gedankenspiel.
00:02:14: Grundlagen sind originale Quellen aus dem Stadtarchiv Tagebücher, Briefe und Schulkroniken aus Frechen, Habelrat- und Gräfrath.
00:02:24: Wir versetzen uns in die Zeit zwischen Herbst, nineteenhundertvierundvierzig und Sommerneinzehnundsechsundviertzig – eine Zeit ohne Smartphones, ohne Streaming, ohne Likes aber mit Bombenangriffen, Hunger, Angst und enormer Verantwortung.
00:02:39: Im Dezember neunzehnhundert vierund vierzig wurden Schulen wegen akuter Gefahr geschlossen.
00:02:45: Am dritten Januar nineteenhundvierzig kamen Habelrat fünf Menschen beim Bombenangriff ums Leben.
00:02:51: Viele Gebäude waren schwer beschädigt, Material wie Ziegel, Türen und Fenster mussten beantragt werden.
00:02:59: In Griefrad fiel der Unterricht zeitweise ein ganzes Jahr aus.
00:03:03: Erst am sechsten September nineteenhundertvierzig begann der Schulunterricht wieder.
00:03:08: in dieser Zeit mussten junge Menschen schnell lernen erwachsen zu werden.
00:03:14: Ich begrüße heute bei uns Katharina Weingarten, die die letzten Kriegs-Tage in ihrem Tagebuch festhielt.
00:03:21: Hallo?
00:03:22: Peter Kohlbecher, der aus der Gefangenschaft Briefe an seine Familie schrieb.
00:03:31: Hallo!
00:03:33: Ein Mitglied der Schulgemeinschaft der Mauritiusschule und ein Mitglied in Gräfratt.
00:03:42: Lassen Sie uns gemeinsam zurückblicken, in eine Zeit, in der Jugend bedeutete Verantwortung zu tragen.
00:03:48: Doch bevor wir über Verantwortungen erwachsen werden sprechen können, müssen wir zunächst einen Blick auf die Umstände werfen, in den diese Generation aufwuchs – auf das Ende des Krieges und die zerstörte Welt, in dem ihr Leben begann.
00:04:04: Frau Weingarten!
00:04:05: Sie haben die letzten Kriegstage in ihrem Tagebuch beschrieben.
00:04:09: Ihr Hof wurde durch einen Volltreffer zerstört.
00:04:13: Überall lagen Scherben und Glas, wie haben sie diese Tage ganz persönlich erlebt?
00:04:19: Die Nächte waren für mich sehr schwer und voller Angst.
00:04:21: Oft konnten wir kaum schlafen weil die ganze Zeit Flugzeuge über uns geflogen sind und wir immer Angst verbomben haben mussten.
00:04:28: Zudem verbrachten wir viele Nächten im Bunker und warteten bis wir wieder raus konnten wodurch sich jeder Tag gleich anfühlte.
00:04:36: Als unser Hof auch von einer Bombe zerstörd wurde habe ich mich plötzlich heimatlos gefühlt.
00:04:41: Ich habe auch geweint, da so viele Sachen von uns zerstört wurden.
00:04:46: Sie berichten von schlaflosen Nächten und davon dass es kaum noch Essen gab.
00:04:51: was war in diesen Tagen ihre größte Angst?
00:04:54: Meine größte angst war das ich oder jemand Bekanntes den Krieg nicht überlebt?
00:04:58: In dem Fall hab' ich natürlich stark an meinen Mann gedacht der zu der Zeit im Krieg mitgekämpft hat.
00:05:03: Außerdem hatten wir Angst dass irgendwann die Ressourcen ausgehen und ihr plötzlich kein Essen mehr hatten.
00:05:09: Und welche Rolle spielte Nachbarschaft und Zusammenhalt?
00:05:13: Wer oder was hat Ihnen in dieser Situation Halt gegeben?
00:05:17: Der Zusammenhalt untereinander hatten derzeit am meisten geholfen, da wir ohne unsere Mitmenschen vieles nicht geschafft hätten.
00:05:23: Besonders hat mir in dem Fall meine Familie auch Nachbarn und Freunde geholft.
00:05:28: Vor allem diese haben mir stark geholften, dass zum Beispiel eine Nachbarin gab die Menschen Aufnahmen obwohl sie selber noch kaum Platz hatte.
00:05:36: Danke sehr!
00:05:37: An die Mitglieder der Schulen.
00:05:39: Wie sah es in den Schulgebäuden aus?
00:05:41: Viele Räume waren beschädigt oder unbrauchbar.
00:05:44: Stimmt es, dass deutsche Truppen teilweise Schulen nutzten?
00:05:49: An unserer Schule musste der Unterricht sogar für eine Zeit lang auf Vor- und Nachmittag verteilt werden, da nur drei Schulsäle nutzbar waren, da sie halt beschädigte oder unbrachbar oder auch von den Truppen genutzt wurden.
00:06:02: Wir waren auch stark betroffen vom Krieg so das wir nur vier nutzbare Klassenräume uns zum Teil keine Öfen zum Heizen hatten.
00:06:10: Und was bedeutet das für Kinder, dass die Schulen geschlossen wurden?
00:06:15: Also bei uns war es so, dass alle Kinder, die vorher auf höheren oder generell auf anderen Schulen waren zurück auf die Volksschule mussten.
00:06:22: Doch das aber nicht lange sondern nur für einen Monat und dann wurde wieder ein Gymnasium bei uns eröffnet.
00:06:28: Sie mussten also deshalb Stoff oft wiederholen den sie schon kannten.
00:06:33: Danke!
00:06:35: Nun kommen wir zum Alltag zwischen Mangel- und Verantwortung.
00:06:39: Herr Kohlbecher Sie waren in Gefangenschaft und hatten monatelang keinen Kontakt zu ihrer Familie.
00:06:44: Wie haben sie diese Trennung erlebt?
00:06:47: Die Trennung war das Schwerste von allem, nicht der Hunger, die Kälte – sondern dieses Nichtwissen!
00:06:53: Wochenlang, manchmal Monate kam kein Brief.
00:06:56: Zwischen zwei und vier Monaten konnte es dauern bis ich ein Lebenszeichen bekam.
00:07:00: Ich hatte große Angst besonders um meinen Vater, der im Dienst war und lange nicht antwortete.
00:07:05: Ich wusste nicht ob mein Elternhaus noch stand Ob Bomben es vielleicht zerstört hatten, auch die Ernte zu Hause bereitete mir Sorgen.
00:07:13: Wenn sie schlecht ausfiel hätte meine Familie kaum etwas zu essen gehabt.
00:07:16: Ich litt im Lager an Rheume An starken Blasenschmerzen und an einer Nervenkrankheit Aber seelisch war die Sehnsucht fast noch schlimmer!
00:07:24: Ich habe Fotografien meiner Familie an meinen Lagerwand gehängt.
00:07:27: So konnte ich sie wenigstens ansehen Und mir vorstellen ihr sei ihnen nah.
00:07:33: Sie batten in ihrem Brief um Kleidung Lebensmittel und kleine Alltagsgegenstände.
00:07:39: Was haben Sie sich in dieser Zeit am meisten gewünscht?
00:07:44: Am meisten wünschte ich mir eigentlich nicht Dinge.
00:07:46: Ich wünschten mir Sicherheit für meine Familie, aber im Alltag im Lager waren Kleidung und haltbare Lebensmittel überlebenswichtig.
00:07:53: Es gab kaum etwas anzuziehen.
00:07:55: Die Verpflegungen war lange Zeit extrem schlecht.
00:07:58: Zu Ostern oder zu meinem Namestag bat ich um haltbare Lebensmittel, Zigarette eine Pfeife einen kleinen Handspiegel Nähnadeln oder sogar bunte Taschentücher.
00:08:10: Das klingt vielleicht bescheiden, aber solche Dinge gaben mir ein Stück Würde zurück.
00:08:14: Außerdem hoffte ich, dass meine Mutter mir die notwendigen Unterlagen zu meiner Nervenkrankheit schicken würden.
00:08:20: Vielleicht so ... Dass ich dachte, ich würde dadurch eher entlassen
00:08:25: werden.".
00:08:28: In einem Brief schreiben Sie, das sie politische Gespräche vermeiden möchten.
00:08:33: Warum war Ihnen Abstand von Politik so wichtig?
00:08:38: Weil ich im Lager erlebt habe, wohin fanatische Überzeugungen führen kommen!
00:08:42: Ich wollte meine Ruhe.
00:08:43: Ich hatte das Gefühl, dass viele Menschen nicht mehr realistisch dachten.
00:08:47: Sondern sich zu sehr vom politischen Ideen treiben ließen.
00:08:51: Diskussionen führten oft nur zur Streit- oder Verbitterung.
00:08:54: Ich hatte genug von Krieg und Ideologien.
00:08:57: Ich wollte Abstand!
00:08:58: Ich wollte einfach überleben und eines Tages zurückkehren.
00:09:06: Und wann hatten Sie zum ersten Mal wieder Hoffnung?
00:09:10: Hoffnung kam nicht auf einmal – sie kam in kleinen Momenten.
00:09:15: Wenn ein Brief eintrat… Wenn ich hörte, dass zu Hause noch alles stand.
00:09:19: Gegen Ende wurde die Verpflegung im Lager besser, regelmäßiger und ausreichender.
00:09:24: Das war ein Zeichen das sich etwas änderte Und als ich erfuhr, dass es vielleicht eine Möglichkeit zur Entlastung geben könnte wenn meine Unterlagen eintreffen Da keimte zum ersten mal echte Hoffnung in mir auf.
00:09:39: Zurück zu den Schulen Teilweise saßen bis zu fünfzig Kinder In einer Klasse mit nur einer Lehrerin.
00:09:45: Wie lief Unterricht unter solchen Bedingungen ab?
00:09:49: Es war viel zu voll, wodurch wir Unterricht kürzen und ausfallen lassen mussten.
00:09:53: Jedoch haben wir trotz der Bedingungen versucht einen bestmöglichen Unterricht für die Schüler zu gewährle.
00:10:10: Die Umstände waren alles andere als optimal zum Lernen aber ich denke der Faktor dass man überhaupt wieder etwas lernen konnte hat enorm geholfen Da im Krieg viel zerstört wurde und nicht jede Familie jeden Tag etwas Warmes zu essen hatte.
00:10:33: Und somit hat es den Kindern geholfen, garantiert eine warme Mahlzeit in der Schule zu bekommen.
00:10:39: Kinder sollten in Bussen ihre Plätze für Erwachsene freimachen.
00:10:43: In Klassenräumen wurden Notunterkünfte für Ausgewiesene eingerichtet.
00:10:47: Zeigt das nicht, wie früh Kinder Verantwortung übernehmen mussten?
00:10:52: Auf jeden Fall.
00:10:53: Da die Kinder genauso durch diese harte Zeit durchkommen mussten als wir, wobei man viel Verantwortung übernommen musste, da es nicht anders ging.
00:11:02: Ja sie wurden täglich mit den Konsequenzen eines Kriegskonfrontiers, den Sie gar nicht haben wollten.
00:11:08: Unser letzter Blog thematisiert schließlich den Neubeginn und dass Erwachsen werden.
00:11:13: Am sechsten September, nineteenhundertvierzig begann der Unterricht wieder.
00:11:18: Der erste Schultag startete mit einem Schulgottesdienst.
00:11:22: Wie fühlte sich dieser Neuanfang an?
00:11:24: Es war natürlich ein guter Neuanfang da wir die schreckliche Kriegszeit und die NSDAP Zeit hinter uns lassen konnten und zuversichtlich in einen Neuenfang starten konnten.
00:11:34: Anfang gab es nur eine Lehrkraft später kam weiter hinzu.
00:11:38: wie entwickelte sich diese Situation in den Monaten danach?
00:11:41: Anfangs war es sehr schwierig mit nur einer Lehrerin, wodurch auch wie gesagt Unterricht ausfallen musste.
00:11:47: Glücklicherweise schafften wir es bis zum November nineteenhundvierzig jede Klasse mit einer Lehrkraft zu versorgen.
00:11:54: In Gräfratt wurden Lehrkräfte mit NSDAP Vergangenheit suspendiert.
00:11:58: Was bedeutete dieser politische Umbruch für den Schulalltag?
00:12:02: Und wie haben sich die Schülerzahlen entwickelt.
00:12:04: Es war der Anfang eines neuen und besseren Weg ohne Propaganda und Hass.
00:12:08: und Beginn waren es sehr viele waren es sehr viele Schüler wegen den anderen geschlossenen Schulen, doch noch ein wenig Zeit hat sie sich gelegt.
00:12:16: Doch es haben auch viele Schüler gefehlt da sie einfach wochenlang nicht da waren weil sie krank waren aufgrund von schlechter Hygiene.
00:12:24: Und was macht das mit den Kindern nach einem Jahr ohne Unterricht wieder in die Schule zu kommen?
00:12:30: Sie hatten oft eine Lernlücke und waren auch dramatisiert wegen dem Krieb.
00:12:34: Doch ich denke dass es für sie sehr gut war wieder in eine Routine reinzukommen um das Vergangene zu verarbeiten.
00:12:41: Danke sehr.
00:12:42: Frau Weingarten, was hat Ihnen in dieser Zeit am meisten gefehlt?
00:12:47: Am meisten gefehlt haben mir mein Mann weiterhin weitergekämpft hat aber auch Freunde und Bekannte die wegen des Krieges flogen.
00:12:54: Auch das Gefühl von Ruhe und Normalität fehlten wir.
00:12:56: sehr Früher war alles friedlich und unbeschwert Aber plötzlich war das nicht mehr so.
00:13:02: Haben Sie trotz allem an Zukunft gedacht?
00:13:06: Trotz allem habe ich versucht an die Zukunft zu denken.
00:13:08: Hoffnungen waren solcherzeit sehr wichtig.
00:13:10: Man hat immer stets daran gedacht, dass es irgendwann wieder friedlich ist und das Leben wieder normal sein könnte.
00:13:16: Herr Kohlbecher Sie arbeiteten später im Lager und bekam regelmäßig Mahlzeiten.
00:13:22: War das für sie ein Schritt zurück in ein normales Leben?
00:13:26: Ja, in gewisser Weise schon.
00:13:27: Die Arbeit im Lagar und regelmäßige Mahlzeit gaben meinem Alltag Struktur.
00:13:32: Es war kein normales leben aber es fühlte sich einen wenig geordneter an.
00:13:36: Nicht mehr nur warten nicht mehr nur leiden.
00:13:39: Arbeit bedeutete, gebraucht zu werden und regelmäßiges Essen bedeutette dass der Körper sich langsam erholen konnte.
00:13:45: Wann fühlten Sie sich wieder als Mensch mit Perspektive?
00:13:49: Als ich merkte das nicht nur eine Nummer war sondern auch noch Pläne haben durfte.
00:13:54: Als ich begann zu glauben dass ich meine Familie widersehen könnte.
00:13:57: Perspektiv fühlte ich in dem Moment als ich verstand der Krieg ist vorbei und ich lebe noch so lange ich lege gibt es eine Zukunft.
00:14:05: Vielen lieben Dank.
00:14:07: Ich möchte nun eine gemeinsame Frage stellen.
00:14:09: Was hat sie in dieser Zeit dazu geführt, schneller erwachsen zu werden?
00:14:13: War es der Hunger die Verantwortung für Familie, die politischen Umbrüche oder der Verlust von Sicherheit und Normalität?
00:14:22: Es ist der Fakt, dass man sehr auf sich und sein Umfeld achten musste und auch viel Verantwortung übernehmen musste sowie das wir alle zusammenarbeiten mussten um eine gewisse Normalität wiederzuerreichen.
00:14:33: Wenn Sie jungen Menschen heute eine Botschaft mitgeben könnten Was würden Sie Ihnen über Verantwortung, Zusammenhalt und Neuanfang sagen?
00:14:40: Meine Botschaft wäre, dass Zusammenhalten in schweren Zeiten das Wichtigste ist.
00:14:44: Wenn Menschen füreinander da sind, können sie auch große Krisen überstehen.
00:14:48: Verantwortung bedeutet für mich auch aus der Geschichte zu lernen und alles dafür zu tun, dass so etwas nicht nochmal passiert.
00:14:54: Außerdem möchte ich noch sagen, dass selbst nach den schwierigsten Zeiten ein Neuanfang möglich ist.
00:14:58: Der Krieg hat viel zerstört, wo unsere Hoffnung konnte er nicht nehmen.
00:15:01: Deshalb ist es wichtig, den Frieden zu bewahren, füreinander einzustehen und gemeinsam eine bessere Zukunft aufzubauen.
00:15:31: Zwischen Herbst und Sommer liegen nur knapp zwei Jahre.
00:15:37: Und doch ein gewaltiger Wandel!
00:15:39: Von Bomben, Zerstörung und Schulschließungen zu vorsichtigem Neubeginn, Schulunterricht und Arbeit.
00:15:46: Heute wachsen Jugendliche mit digitalen Medien auf.
00:15:49: Damals wuchten sie mit Bombennächten Hunger und Verantwortung auf.
00:15:53: Für viele von ihnen gab es dabei jedoch keine Wahl.
00:15:57: Die Umstände des Krieges ließen ihnen kaum Handlungsspielraum und zwangen sie, Aufgaben zu übernehmen die eigentlich nicht für Kinder bestimmt waren.
00:16:06: Vielleicht ist das auch genau die wichtigste Erkenntnis.
00:16:09: Erwachsen werden bedeutet manchmal nicht Freiheit sondern Verantwortung zu über nehmen lange bevor man eigentlich dafür bereit
00:16:16: ist.
00:16:37: Vielen Dank an die Schülerinnen des Frechener Gymnasiums und hinter den Mikrofonen, die mit ihrem Projekt nicht nur eindrücklich zeigen wie gerade junge Menschen das Ende des Zweiten Weltkriegs erlebt haben.
00:16:49: Sondern auch betonen, wie wichtig Zusammenhalt, Demokratie und Frieden sind!
00:16:59: Verkast-Aufregungspunkt KAS-Ausgleichs-Fonds
00:17:12: des
00:17:12: Weiterbildungsgesetzes.
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